Erkenntnisse · 2026-07-27

Company Memory als Kontrollebene statt Vektorstore

Warum Company Memory eine Kontrollebene ist und kein Vektorstore, und wie man Retrieval mit Belegen aufbaut.

Luis Albert

Company Memory als Kontrollebene statt Vektorstore

Die meisten Company-Memory-Implementierungen beginnen mit einem Vektorstore und enden bei Retrieval ohne Quellenangaben, Aktualität und Berechtigungen. Dieser Artikel geht die vier Entscheidungen durch, die Retrieval in eine Kontrollebene verwandeln.

1. Quellenautorität ist der Ausgangspunkt

Company Memory ist nicht die Quelle der Wahrheit. Es ist eine Schicht darüber. Vor jedem Retrieval brauchen Sie ein verbindliches Quellenregister mit Berechtigungen, Aktualitätsregeln und Eigentümern pro Quelle.

2. Quellenangaben sind nicht optional

Jede Antwort muss mindestens eine Quelle zitieren. Die Quellenangabe ist der Vertrag zwischen Agent und Nutzer. Ohne Quellenangaben ist Retrieval nur plausibler Text.

3. Aktualität schlägt Vektorqualität

Ein etwas weniger genaues Modell mit aktuellen Quellen ist besser als ein genaueres Modell mit veralteten Quellen. Aktualität pro Quelle und Dokument wird mitgemessen.

4. Berechtigungen werden vererbt

Ein Agent darf kein Dokument abrufen, das sein Nutzer im Quellsystem nicht lesen dürfte. Berechtigungen werden vererbt, nicht aufgesetzt.

Schluss

Ein gut gebautes Company Memory ist eine Kontrollfläche, nicht eine Datenbank. Hier leben Quellenautorität, Berechtigungen, Quellenangaben und Aktualität.

Im nächsten Artikel: wie man den Agenten-Arbeitsraum auf Company Memory aufsetzt, ohne Berechtigungen zu leaken oder nicht verifizierbare Antworten zu produzieren.

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